Erwachsen sein


Wie es war und ist erwachsen zu sein
Dritter Teil der Ausstellungsreihe ›Die Lebensalter‹
3. April 2020 – 24. Januar 2021

Von der Geburt bis zum Tod wird das menschliche Leben geprägt von Ort und Umwelt mit ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten. Sie formen unsere Lebensgrundlagen. Die dritte der Lebenszyklus-Ausstellungen beschäftigt sich mit dem Erwachsensein, d.h. der Zeit der Erwerbstätigkeit vom Eintritt bis zum Ausscheiden aus der Berufswelt.

Einst zählten Besitz, Beruf und Heirat zu den geforderten Voraussetzungen für eine Familiengründung. Damit legitimierten Staat und Kirche nicht nur den biologischen und wirtschaftlichen Fortbestand der Familie, sondern bestimmten auch den Lebenszweck und die Aufgaben des erwachsenen Individuums. Meist ist uns nicht mehr bewusst, dass dabei für die verschiedenen Stände unterschiedliche Regeln galten, dass damit ein Besitzloser nicht heiratsfähig war und von Staats wegen keine Nachkommen haben sollte. Dies und vieles andere scheint lange her zu sein. Dennoch wird gesellschaftliche Zugehörigkeit auch heute noch vielfach über soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten definiert.

Die Ausstellung »Wie es war und ist erwachsen zu sein« geht auf Spurensuche, blickt durch Zeitfenster in die Vergangenheit und zeigt an den Themen Heirat, Beruf und Geschlechterzugehörigkeit exemplarisch Kontinuität und Wandel in der Welt der Erwachsenen auf. Damit eröffnet sie ein Verständnis für die gewachsenen Verhältnisse der Gegenwart.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.