Stillleben

8. April – 4. September 2022

Das »Stillleben«, von dem niederländischen Wort »Stilleven« hergeleitet, bezeichnet Dinge, die auf einem Tisch arrangiert sind: Blumen, Früchte, leblose Tiere oder Vanitas-Objekte. Schon in antiken Wandmalereien und in Mosaiken z.B. in Häusern von Herculaneum und Pompeji findet man solche Darstellungen. Erst im 16. Jahrhundert entdeckten Künstler das Stillleben wieder und es wurde eine eigenständige Bildgattung daraus. Einen erneuten Aufschwung erlebte es in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, von wo aus es sich über ganz Europa verbreitete. Im 19. Jahrhundert blühte das Stillleben erneut auf. Gerade die impressionistischen Maler waren von den farbigen Lichtspielen der Blumen, des Obstes, von den auf Tellern arrangierten Fischen, Büchern fasziniert, die sie sie bevorzugt vor farbige Hintergründe wie gemusterte Tapeten oder Tischdecken setzten. Das Genre wurde auch im 20. Jahrhundert von Künstlern erkundet und fand u.a. im Surrealismus und in der Pop-Art weite Verbreitung.

Bild: Henry Niestlé, Stilleben, Öl auf Leinwand