21 euroart-Mitglieder haben Gemälde mit Tiermotiven beigesteuert, die von Künstlern geschaffen wurden, die in ihren Künstlerkolonien lebten und arbeiteten. Die in dieser Ausstellung gezeigten Werke werden von Fotografien der Künstler begleitet.
Die teilnehmenden euroart-Mitglieder werden die digitale Ausstellung auf Bildschirmen in ihren eigenen Museen präsentieren.
An vielen Orten werden auch die für die digitale Ausstellung eingereichten Originalkunstwerke ausgestellt sein. Eine perfekte Gelegenheit, diesen Sommer einige der inspirierenden Künstlerdörfer Europas zu besuchen!
Raus aus dem Atelier, hinein ins Licht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wenden sich die Mitglieder der Künstlergruppe „Die Scholle“ gegen die akademische Enge und suchen nach Orten, wo ihre Kunst atmen kann. In Dachau und dem umliegenden Moor und in Holzhausen am Ammersee finden Künstler wie Leo Putz, Max Feldbauer und Fritz Erler neue Motive und prägen mit ihren frischen Farben und freieren Kompositionen die bayerische Moderne wesentlich mit.
Über die Blütezeit der „Scholle“ hinaus richtet die Ausstellung auch den Blick auf die individuellen Wege ihrer Mitglieder nach der Auflösung der Gruppe. So entsteht ein vielschichtiges Bild einer Künstlergeneration, deren Arbeiten nicht nur die Vielfalt der Stile zeigen, sondern auch die Spannungen und Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts widerspiegeln.
Kunsthistorische Tagung über die Künstlerkolonie Holzhausen am Ammersee, 18. bis 20. September 2026
Die JES Kulturstiftung veranstaltet vom 18. bis 20. September 2026 in Holzhausen am Ammersee eine mit namhaften Referenten und Referentinnen besetzte Tagung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Künstlervereinigung „Scholle“, die um die vorletzte Jahrhundertwende prägend für die Künstlermetropole München war. Auch mittlerweile fast in Vergessenheit geratene Künstler und Künstlerinnen werden behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kunst und Künstlern in der Zeit des Nationalsozialismus sowie aktuellen Fragen und Forschungsergebnissen zur Restitution.
Unterkunftsmöglichkeiten bestehen am Veranstaltungsort in der BVS Holzhausen.
Begleitend zeigt die Gemäldegalerie Dachau vom 16. Sept. 2026 bis 14. Feb. 2027 in Kooperation mit der JES Kulturstiftung die Ausstellung „Kunst braucht Luft! Die SCHOLLE zwischen See und Moor“.
Alle weiteren Informationen und Anmeldung unter www.jes.art.
Wir danken der JES Kulturstiftung ganz herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit und die Förderung unserer Ausstellung.
Zeitgenössische Reaktionen auf die Werke der Künstlerkolonie Dachau
23. Oktober 2026 – 04. April 2027
Was passiert, wenn 25 Künstler:innen einen frischen Blick auf die Dauerausstellung der Gemäldegalerie werfen, die die Geschichte der Künstlerkolonie Dachau dokumentiert? In einer Kooperation zeigenMitglieder der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft und der Künstlervereinigung Dachau Arbeiten, die mit den teils über 150 Jahre alten Gemälden und Skulpturen in Dialog treten. Dabei reflektieren sie nicht nur über die Darstellungen der einstigen Mooslandschaft und die Schönheit der unberührten Natur, sondern stellen auch Bezüge zu drängenden Gegenwartsthemen her. Besucherinnen und Besucher erwartet ein spannender, epochenübergreifender Dialog zwischen der Kunst der Vergangenheit und der Gegenwart.
Beim Stepptanz hab’ ich halt gemacht, was ich konnte. So’n bißl umeinand‘gehupft.
Gemäldegalerie Dachau | 2. April bis 28. Juni 2026
Claus Bastian (1909–1995) war ein deutscher Maler, Bildhauer, promovierter Jurist und der erste Häftling im KZ Dachau. In seinen Gemälden und Graphiken vereinigen sich mannigfaltige stilistische Einflüsse und künstlerische Ausdrucksmittel. Besonders geprägt hat ihn seine Zeit in Paris, wo er als „stepptanzender Edelstatist“ seinen Unterhalt verdiente.
Der Impressionismus ging viele Wege – einige führten über München und Dachau bis nach Slowenien. Um 1900 fanden junge slowenische Künstlerinnen und Künstler in der pulsierenden Kunst-Stadt München sowie in der Dachauer Künstlerkolonie neue Inspiration. Hier, wo Licht und Landschaft im Mittelpunkt standen, entdeckten sie eine Malerei, die den Realismus hinter sich ließ und zu eindrucksvollen, farbenfrohen Bildwelten führte.
Die Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland hochkarätige Werke der Slowenischen Moderne – von impressionistischen Landschaften über eindringliche Porträts bis hin zu Gemälden, die persönliche wie gesellschaftliche Umbrüche sichtbar machen.
Eine Ausstellung der Gemäldegalerie Dachau und der Nationalgalerie Sloweniens in Kooperation mit dem Slowenischen Kulturzentrum SKICA Berlin.
… witzig, selbstbewusst, manchmal arrogant und auf jeden Fall eigenwillig: All diese Adjektive beschreiben Katzen wohl am besten. Diese Wesen, die nur wenige gleichgültig lassen, haben Kunstschaffende auf der ganzen Welt von der Antike bis zur Gegenwart inspiriert. Das Bild der Katze taucht in verschiedenen Kulturen auf und zieht sich durch die Jahrhunderte der Kunst: von ägyptischen Statuen über die Zeichnungen da Vincis, in den Werken Courbets, Picassos und Renoirs bis hin zu literarischen Werken von Heine oder Murakami und schließlich zu modernen Zeichentrickfilmen.
Die Pop-up-Ausstellung widmet sich Katzen in den Werken von Dachauer Künstler:innen, darunter August Kallert, Anna Klein, Maria Langer-Schöller, Carl Thiemann, Paula Wimmer, Otto Wirsching und andere. Hier wird die Katze zur Hauptfigur oder zum lebendigen Teil der Szene — in Radierungen, Holzschnitten und Lithographien, in Skizzenbüchern, auf festlichen Neujahrsgrußkarten oder Etiketten.
26 euroart-Mitglieder haben Bilder von Künstlerinnen eingereicht, die in ihren Kolonien lebten und arbeiteten, oder eine wichtige Rolle in der lokalen Kunstszene spielten. Zu dieser Zeit waren Künstlerinnen oft unterrepräsentiert und sahen sich vielen Herausforderungen ausgesetzt.
Die in dieser digitalen Ausstellung gezeigten Werke spiegeln die Stärke und Unabhängigkeit dieser bemerkenswerten Frauen wider – Qualitäten, die auch in den begleitenden Fotografien zum Ausdruck kommen.
Die teilnehmenden euroart-Mitglieder und Künstlerkolonien zeigen die digitale Ausstellung auf Bildschirmen in ihren Museen oder Galerien. Dort werden auch die Originalwerke, die für die digitale Ausstellung eingereicht wurden, ausgestellt.
Eine perfekte Gelegenheit, diesen Sommer einige der inspirierenden europäischen Künstlerdörfer zu besuchen!
Die Mitglieder arbeiten gemeinsam an Ausstellungen, tauschen Ideen und Fachwissen aus. Auf ihren jährlichen Treffen berichten sie über die Ereignisse in ihren jeweiligen Kolonien und arbeiten zusammen, um das kulturelle Verständnis und die Zusammenarbeit im europäischen Kontext zu fördern.
Mit Boot, Zug und Auto nach Venedig, Trondheim und Luxor: Die drei Hauptkünstler:innen der Solinger Künstlerkolonie, Erwin Bowien (1899–1972), Bettina Heinen-Ayech (1937–2020) und Amud Uwe Millies (1932–2008), waren in der Welt unterwegs und malten Landschaften, Städte, Menschen und Straßenszenen – Ansichten, die zum Teil heute so gar nicht mehr vorzufinden sind. Ihr Ausgangspunkt und immer wiederkehrender Lebensmittelpunkt war das „Schwarze Haus“ in Solingen, ein seit den 1920er Jahren etablierter Treffpunkt für Künstler:innen und Intellektuelle. Entgegen der zeitgenössischen Kunstentwicklung hin zur Abstraktion malten sie gegenständlich und sahen sich in der Tradition der Pleinairmalerei und der Künstlerkolonien der Jahrhundertwende. Doch auch Impressionen von unfreiwilligen Reisen und Fluchterfahrung spiegeln Orte ihrer Geschichte wider. Eine Reise um die Welt – aus den Augen dreier sehr unterschiedlicher Künstlerpersönlichkeiten, die aufs engste miteinander verbunden waren.
Bild: Erwin Bowien (1899–1972): Im Vaporetto in der Lagune von Venedig, 1954, Privatbesitz
12. November 2024 – 9. März 2025 im Druckgraphischen Kabinett der Gemäldegalerie
Rehfelds Bergansichten entstehen in einem aufwändigen mehrstufigen Prozess. Er greift auf vorgefundenes Bildmaterial zurück. Zunächst modelliert er kleine Bilder aus Ölfarbmasse. Anschließend fotografiert er diese Modelle und überträgt die Fotos in ein größeres Ölbild. Die Darstellungen erscheinen realistisch – Bergkenner:innen sind versucht, konkrete Bergformationen zu bestimmen. Doch es handelt sich um idealisierte Ansichten von Gebirgslandschaften, die durch wechselnde Lichtverhältnisse immer wieder neue Formen und Stimmungen zeigen.
Bild: Felix Rehfeld: Ohne Titel, 2024, Öl auf MDF
Cookie-Zustimmung verwalten
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
The technical storage or access is strictly necessary for the legitimate purpose of enabling the use of a specific service explicitly requested by the subscriber or user, or for the sole purpose of carrying out the transmission of a communication over an electronic communications network.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
The technical storage or access that is used exclusively for statistical purposes.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
The technical storage or access is required to create user profiles to send advertising, or to track the user on a website or across several websites for similar marketing purposes.