Über uns

Der Zweckverband Dachauer Galerien und Museen

1981 gründeten Stadt und Landkreis Dachau gemeinsam den „Zweckverband Heimatmuseum Dachau“, um den Fortbestand der Sammlungen von Gemälden und volkskundlichen Objekten aus dem Dachauer Raum zu sichern.

1985 wurde die Gemäldegalerie in der Konrad-Adenauer-Str. 3 wiedereröffnet, 1987 das Bezirksmuseum im ehemaligen Finanzamt in der Augsburger Str. 3.

Nach der Anstellung von wissenschaftlichem Personal begann man 1989 regelmäßig Sonderausstellungen zu zeigen. Die Umbenennung in „Zweckverband Dachauer Galerien und Museen“ wurde 1992 beschlossen. Anlass dafür war die Eingliederung der Neuen Galerie Dachau, die sich ausschließlich der zeitgenössischen Kunst widmet.

Den Vorsitz des Zweckverbands haben abwechselnd, jeweils auf drei Jahre, der Oberbürgermeister der Stadt Dachau und der Landrat des Landkreises Dachau.

1996 war der Zweckverband Gründungsmitglied des Museumsverbunds „Landpartie – Museen rund um München“. Seit 1998 ist er Mitglied von „EuroArt“, der Europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien. Das Bezirksmuseum Dachau ist seit 2015 Mitglied im Verbund der „Museen Dachauer Land“.

Geschäftsleitung
Dr. Elisabeth Boser

Wissenschaftliche Mitarbeit
Dr. Jutta Mannes / Neue Galerie
Ursula K. Nauderer M.A. /
Bezirksmuseum

Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Jutta Mannes

Museumspädagogik
Ann-Jasmin Ullrich
Kathrin Wittmann 

Verwaltung
Annarita Cioccolini-Marschall
Eva Hollaus

Kassen- und Aufsichtskräfte
Ida Bauer
Gertraud Bercek
Brigitte Burghart
Eduard Hörl
Heidi Zoghaib

Technik
Jürgen Hartmann

Aktuelle Sonderausstellungen

Bezirksmuseum 

Von Elfen und Zwergen, Lichtgeistern und anderen Spukgestalten. Hell und Dunkel in Märchen und Sagen

16. Mai – 23. Januar 2022
Märchen und Sagen wurden lange Zeit mündlich überliefert, bevor man sie aufschrieb. Die in ihnen verarbeiteten Phantasie- und Erfahrungswelten bieten ein breites Spektrum an metaphysischen und psychologischen Interpretationsmöglichkeiten vor allem bezüglich der Polaritäten Hell und Dunkel: Der Bannkraft des Lichts steht der bedrohliche Schatten gegenüber. Die Vorstellung vom beim Tod erlöschenden Lebenslicht findet sich in allen Kulturen der Welt als Erscheinungsform des Lebens und der Seele. Hell und Dunkel stehen im Märchen außerdem für Gut und Böse, für Glück und Unglück, Erlösung und Verdammung.

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Gemäldegalerie

Natur und Idylle. Die Künstlerkolonie Kronberg

26. November 2021 – 13. März 2022
Nahe bei Frankfurt a.M. liegt Kronberg, eine der bedeutendsten deutschen Künstlerkolonien. Das Städtchen im Taunus wurde von etwa 100 Künstlern besucht, u.a. W. Trübner, H. Thoma und C. Morgenstern. Als eigentlicher Gründer der Künstlerkolonie gilt der Maler Anton Burger (18241905), der sich nach einer Parisreise 1858 dort niederließ. Viele der nachfolgenden Maler stammten aus Frankfurt. Mit der Verlagerung ihres Lebensmittelpunkts in den Taunus reagierten sie auf die zunehmende Industrialisierung und technisierte Großstadtkultur. Der Gasthof »Zum Adler«, der den Künstlern Unterkunft und Verpflegung bot, diente auch als Begegnungsstätte. Dort wurde manch legendäres Künstlerfest gefeiert. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten wohlhabende Frankfurter Bürger Kronberg als Erholungs- und Ferienort.

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Neue Galerie

Tempo? Reflexionen über Geschwindigkeiten

18. September – 28. November 2021
Lange Zeit verband man die kontinuierlich zunehmende Geschwindigkeit mit Moderne und Fortschritt und das Lebenstempo steigerte sich bis hin zum rasenden Stillstand (Paul Virilio). Inzwischen wird am Sinn und Nutzen einer immer weiter zunehmenden Beschleunigung vielfach gezweifelt und längst herrscht ein Bedürfnis nach zumindest zeitweiser Entschleunigung. 2020 erzwang die Corona-Pandemie einen plötzlichen Stillstand, der unser an die Schnelligkeit gewöhntes Zeitempfinden aufs Neue irritierte.
Die Ausstellung stellt neun zeitgenössische Positionen zusammen, die sich mit unterschiedlichen Facetten verschiedener Geschwindigkeiten befassen. Die Künstler*innen reflektieren die ständige Zeitknappheit, das Rasen, den Geschwindigkeitsrausch aber auch das Warten und Innehalten. Der abschließende Blick auf eine Zeitspanne, die die menschliche Lebenszeit weit übersteigt, relativiert in der Folge wechselnde persönliche Zeiterfahrungen.

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