Schwarz // Weiß. Zeitgenössische Papierschnitte

Schwarz // Weiß. Zeitgenössische Papierschnitte

23. April – 25. Juli 2021

Der Scherenschnitt, dessen Entwicklung in Europa im 17. Jahrhundert begann, erlebte um 1800 eine Blütezeit, als man aus dem Papier vor allem Silhouettenporträts sowie dekorative Blumen- und Märchenmotive schnitt. Die künstlerische Beschäftigung mit dem Spiel von Licht und Schatten in Verbindung mit dem Werkstoff Papier ist bis in die Gegenwart hinein zu verfolgen. Seit den 1990er-Jahren greift eine Vielzahl von zeitgenössischen Künstler*innen diese traditionelle Kunstform wieder auf und interpretiert sie neu. Längst wird das Papier jedoch nicht mehr mit der Schere sondern einer feinen Klinge geschnitten. In der heutigen Umsetzung der ‚Ausschneidekunst‘ zeigt sich eine große gestalterische Vielfalt und höchste Kunstfertigkeit. Neben reinen Schnittzeichnungen gibt es Arbeiten, die durch raffinierte Montage an der Wand zu Reliefs werden, aber auch monumentale Rauminstallationen. Thematisch steht der Papierschnitt heute – neben der Abstraktion – allen Inhalten offen.
Mit Ergül Cengiz, Andreas Kocks, Victoria Martini, Martin Off, Sebastian Pöllmann, Zipora Rafaelov und Annette Schröter

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum siebten gemeinsamen Ausstellungsprojekt der Arbeitsgemeinschaft Landpartie – Museen rund um München unter dem Motto Hell & Dunkel. Dementsprechend beschränkt sie sich auf Arbeiten aus schwarzem und / oder weißem Papier.

Die für Frühjahr 2021 angekündigte Ausstellung Tempo? Reflexionen über Geschwindigkeiten wurde auf den Herbst verschoben. Die Eröffnung findet voraussichtlich zur Langen Nacht der offenen Türen am 17.9.2021 statt.