Künstlerische Revolutionen im Dachauer Moos
Lesung und Gespräch mit Norbert Göttler zu seinem neuen Buch „Landpartien zur Kunst – vom Atelier ins Moos: Künstlerkolonie Dachau“
Es moderiert Angelina Hanke, Leiterin der Stadtbücherei Dachau
„Landpartien zur Kunst“ – so lautet eine neue Reihe des Münchner Allitera-Verlags. Dass der erste Band, verfasst vom Bezirksheimatpfleger a.D. Dr. Norbert Göttler, gleich der Künstlerkolonie Dachau gewidmet ist, ist kein Zufall, denn die Reihe möchte besonders innovative kulturelle Aufbrüche in Bayern würdigen.
Im Dachauer Moos, nördlich von München gelegen und lange Jahrhunderte unzugängliche Wildnis, ereigneten sich zwischen 1850 und 1920 gleich zwei künstlerische Revolutionen. Zuerst wurde das Gebiet rund um den alten Markt Dachau an der Amper Schauplatz des Phänomens „Freilichtmalerei“. Unter dieser Fahne flohen hunderte von Künstlerinnen und Künstler aus den akademisch-historistischen Zwängen der Akademiestädte, um unter freiem Himmel ein völlig neues Kunst- und Lebensverständnis zu entwickeln. Bekannteste Vertreter dieser Epoche waren Max Liebermann und Ludwig Dill. Zwei Generationen später dann die Revolution 2.0., nämlich die Aufgabe des Gegenstands, hin zu Abstraktion und Expressionismus. Zeitgleich mit Kandinsky in Murnau bewältigten in Dachau Adolf Hölzel und Lovis Corinth diesen Quantensprung der Kunstgeschichte.
Dr. Norbert Göttler geht den kulturhistorischen Hintergründen dieses Prozesses nach und diskutiert mit Angelina Hanke, der Leiterin der Stadtbücherei Dachau.
Dr. Norbert Göttler, Historiker, Publizist und Bezirksheimatpfleger von Oberbayern a.D. ist in Dachau geboren und war zwölf Jahre Kreisheimatpfleger des Landkreises Dachau.
Foto: privat
12.– Euro inkl. Eintritt
Die Dauerausstellung kann ab 18.30 Uhr besucht werden.
Anmeldung erforderlich
Tel. 08131 5675-13 oder
verwaltung@dachauer-galerien-museen.de
